Die Simulation des Druckguss-Prozesses erfolgt in drei Schritten:
Zu Beginn wird durch die Simulation von Gießzyklen näherungsweise die Formtemperatur vor Beginn der Füllung ermittelt.
Die Füllsimulation liefert vor dem Bau der ersten Form wichtige Erkenntnisse zur Gestaltung des Angusssystems sowie zur Positionierung von Überläufen und Entlüftungen. So lassen sich Luft- und Oxideinschlüsse im Teil minimieren und damit die Teilequalität erhöhen. Auch erhält man Hinweise auf Probleme hinsichtlich der Standzeit der Form infolge lokal überhöhter
Geschwindigkeiten.
Ergebnisse der Erstarrungssimulation sind die Temperaturverteilung im Teil und in der Form. Damit lassen sich mögliche Probleme durch Schrumpfungslunker erkennen und die Wirksamkeit von Kühlungen und Temperierungen beurteilen.
Die Simulation ist schneller und kostengünstiger als Versuche mit verschiedenen Formvarianten und erlaubt damit einen schnelleren Start der Serienproduktion.